Tipps und Tricks für die Vorbereitung von Stadt- und Geländespielen
Organisatorische Vorbereitung
Als Spielleitung solltet ihr euch den Spielbereich, das Gelände oder den Stadtteil, vorher genau angesehen haben. Es ist wichtig, daß die Spielfeldgrenzen deutlich zu erkennen sind und das die Teilnehmer über Gefahrenpunkte (Moore , Betretungsverbote, stark befahrenen Straßen usw.) aufgeklärt werden bzw. diese vermieden werden. Eine kleine Gelände- oder Dorfskizze für die Teilnehmer wäre ideal.
Ihr solltet sicherheitshalber ein klares akustisches Signal ausmachen für Spielende und -abbruch.
Der Zeitpunkt des Spielendes und der Spielpause (Mittag) sollte allen Teilnehmern bekannt sein.
Es müssen genügend Helfer im Gelände sein, so daß immer jemand errreichbar ist bzw. es sollten feste Anlaufpunkte ausgemacht werden.
Es muß ein Erste Hilfe Kasten (der Koffer) an einer Festen Stelle deponiert werden ( Anlaufstelle oder Pausenplatz) und wenigstens eine Este Hilfe Tasche von einer Person (Jäger oder Schiedsrichter) mitgenommen werden.
Inhaltliche Vorbereitung
Spielgruppenaufteilung
Die genaue Überlegung der Spielgruppenaufteilng entscheidet oft über den Erfolg eine Stadt- oder Geländespiels.
Die Mannschaftsgröße bei Transportspielen muß nicht immer gleich sein. Bei den meisten Schmugglerspielen mit drei oder mehr Mannschaften ist sogar sehr sinnvoll, wenn die Wächter- oder Polizeigruppe kleiner ist als die Schmugglergruppe, denn durch die Erlaubnis zum Abschlagen haben diese Gruppen sehr viel Macht. Für die Ausgeglichenheit des Spieles ist es daher sinnvoll, die Schmugglergruppe zu vergrößern, denn so hätte sie oft “keine Schnitte” gegen die mächtige Polizei.
Bei Spielen, die auf Kraft und Schnelligkeit hin ausgelegt sind, sollte allerdings auf ein einigermaßen ausgeglichenes Spielerverhältnis geachtet werden.
Spielregeln
Gländespiele verlaufen oft anders als man denkt.
Auch wenn man meint, die Spielregeln sind jeglicher Spielsituation gewachsen, kann es immer wieder passieren, daß die Spieldynamik die Regeln aushebelt und neue, manchmal sehr ungewollte Freiräume schafft, die von einigen Mitspielern zu ihrem Vorteil ausgenützt werden. Die Spielleitung muß deshalb immer verfügbar sein, um in solchen Situationen als Schiedsrichter oder Schlichter in das Spiel einzugreifen. Notfalls müssen dann auch die Spielregeln spontan geändert werden, um ein schwerwiegendes Spielproblem zu beheben. Als guter Zeitpunkt der Spielregeländerung hat sich die Mittagspause bewährt, da zu diesem Zeitpunkt alle Mitspieler an einem Platz sind und sich das Spiel zur Halbzeit in Pause befindet.
Herausgabe von Gegenständen und Abschlagen
Dieser Punkt muß vor jedem Spiel geklärt sein, da es hier immer wieder zu Konflikten kommt.
Es sollte vereinbart werden, daß nach dem Abschlagen jeder seinen Gegenstand ohne großes Durchsuchen sofort herausgeben muß. Um die Vorgehensweise zu erleichtern hat sich im laufe der Jahre die sogenannte “Identifikationskarte” als Hilfreich erwiesen. Auf dieser Karte, die der Mitspieler immer bei sich führen muß, wird alles notiert z.B. was er bei sich hat, wer er ist usw. Dadurch ist ein Schummeln fast unmöglich.